AGB Kunden

Allgemeine Geschäftsbedingungen („AGB“) von Pistel-Tele-Service für Kundinnen und Kunden
für Telekommunikations-, Internet- und Zahlungs-Dienstleistungen
auf der Internetplattform  www.88line.de

Stand: 14. Juli 2021

Hinweis:
Diese AGB gelten für Kundinnen und Kunden, die kostenpflichtige Beratungsdienste von Berater:innen auf www.88line.de in Anspruch nehmen. Sollten Sie diese Plattform auch als Berater:in nutzen, um Beratungsleistungen anzubieten, gelten für Sie auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Pistel Tele-Service e.K. für Berater:innen:

AGB von PIstel Tele-Service für Berater:innen

Zusätlich gelten für Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Betreibers der Internetplattform www.88line.de unabhängig davon, ob Sie die Plattform als Berater/Beraterin oder Kunde/Kundin nutzen:

AGB von Romfox (Plattform-Betreiber

Anmerkung zu „Gendering“ (Das „Problem“ mit den Geschlechtern):
Wir haben uns entschlossen, zur besseren Lesbarkeit auf das sog. „Gendering“ zu verzichten. Da die Mehrzahl unserer Vertragspartner:innen weiblichen Geschlechts ist, werden wir nachfolgend das Wort „Kundin“ für die „ratsuchende Person“ verwenden. Alle Verträge, Geschäftsbedingungen und Preislisten gelten ebenso für männliche und diverse Kunden. Männliche und diverse Kunden bitten wir um ihr Verständnis.

 

Begriffsbestimmungen

Dienstleister: Pistel Tele-Service e.K: (im weiteren „PISTEL“ genannt)
Technischer Dienstleister und Vertragspartner für Telefonie, Chat, SMS, Zahlungsmanagement)
sowie Verfasser dieser AGB

Betreiber: Betreiber der Internetseite
(ist nicht Dienstleister und Vertragspartner für Telefonie, Chat, SMS, Zahlungsmanagement)

Berater:in  Eine juristische oder natürliche Person (über 18 Jahre), die über die Plattform Beratungs-Leistungen anbietet. Unabhängig vom Geschlecht im weiteren „Berater“ genannt.

Kundin / Kunde: Eine juristische oder natürliche Person (über 18 Jahre), die über die Plattform die Beratungs-Leistung eines Beraters in Anspruch nimmt, bzw. dies beabsichtigt.
Nachfolgend wird grundsätzlich die weibliche Form „Kundin“ verwendet, wobei die Konditionen ebenso für männliche Kunden gelten.

Plattform: Die Webseite(n), die von Betreiber sowie mit Betreiber verbundenen Unternehmen und/oder Geschäftspartnern zur Verfügung gestellt werden.

 

  1. Geltungsbereich
  2. Pflichten von Pistel
  3. Vertragsabschluss / Vertragsdauer
  4. Pflichten und Obliegenheiten der Kundin
  5. Zustimmung zum Transfer der Kundendaten
  6. Abrechnung
  7. Haftung und Gewährleistung
  8. Änderung der AGB
  9. Sonstige Vereinbarungen

PISTEL stellt Beratern telefonische Dienstleistungen, SMS-Dienstleistungen, Internetdienstleistungen sowie Zahlungsdienstleistungen innerhalb einer Internetseite (Beraterportal – im Weiteren „Plattform“ genannt.) zur Verfügung.

PISTEL ist nicht gleichzeitig auch Betreiber dieser Plattform.

Mittels dieser Dienstleistungen kann ein(e) Ratsuchende(r) („Kundin“) kostenpflichtige von Berater angebotene Beratungsdienstleistungen in Anspruch nehmen.
PISTEL übernimmt für den Berater auch die Entgegennahme von Kundenzahlungen.

1. Geltungsbereich

Diese AGB gelten für telefonische Dienstleistungen, SMS-Dienstleistungen, Internetdienstleistungen sowie Zahlungsdienstleistungen, die dem Berater ermöglichen, seinen Kundinnen kostenpflichtige Beratungsdienstleistungen anzubieten, und die der Kundin ermöglichen, die kostenpflichtigen Beratungsdienstleistungen des Beraters in Anspruch zu nehmen.

Sie regeln das Vertragsverhältnis zwischen PISTEL und der Kundin.

PISTEL hat ihre für die Erfüllung der Leistungen notwendigen Software-Tools in die Plattform des Plattform Betreibers integriert.

PISTEL hat hierzu einen Nutzungsvertrag mit dem Betreiber der Plattform geschlossen. PISTEL ist nicht Betreiber dieser Plattform.
Es gelten gegebenenfalls zusätzlich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Betreibers der Plattform.

Für die Erbringung von Beratungsdienstleistungen ist ausschließlich der Berater Vertragspartner der Kundin.

Entgegenstehende, abweichende oder ergänzende Bedingungen, denen PISTEL nicht schriftlich zugestimmt hat, haben keine Gültigkeit. 

 2. Pflichten von Pistel

1. Ein technischer Ausfall, der zur teilweisen oder vollständigen Nichterfüllung der beschriebenen Leistungen führen könnte, wird durch PISTEL schnellstmöglich behoben, sofern dieser die technischen Einrichtungen von Pistel betrifft. Technische Störungen seitens eines Zusammenschaltungspartners (Carriers) oder des Plattformbetreibers wird PISTEL schnellstens diesem melden, und ihn zur Behebung der Störung auffordern.

2. PISTEL wird dafür sorgen, dass ausreichend Reserven an Leitungskapazitäten für telefonische Beratung zur Verfügung stehen. PISTEL wird diese Reserven dem sich verändernden Callaufkommen schnellstens anpassen.

3. PISTEL nimmt zur Erfüllung der Leistungen Leitungen und Einrichtungen von anderen Telekommunikations-Dienstleistern in Anspruch. Technische Störungen in diesen Einrichtungen hat PISTEL nicht zu vertreten, und kann folglich dafür auch nicht für Schadensersatzforderungen herangezogen werden. Schadensersatzansprüche in jeglicher Form sind ohnehin grundsätzlich ausgeschlossen, soweit der Schaden nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt wurde.

4. Soweit PISTEL die Nichteinhaltung von verbindlich vereinbarten Fristen und Terminen zu vertreten hat, steht der Kundin ein Rücktrittsrecht zu, wenn sie erfolglos eine angemessene Nachfrist mit Ablehnungsandrohung gesetzt hat. Andere Ansprüche wegen Verzuges sind ausgeschlossen, soweit PISTEL nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt oder aber eine zugesicherte Eigenschaft nicht erfüllt hat.

5. Wenn PISTEL an der Leistung ihrer Pflichten durch den Eintritt unvorhergesehener Ereignisse gehindert wird, die PISTEL oder Erfüllungsgehilfen betreffen, und PISTEL auch mit der den Umständen nach zumutbaren Sorgfalt nicht abwenden konnte, zum Beispiel höhere Gewalt jeglicher Art, Krieg, innere Unruhen, Terrorattacken auf gewerbliche und/oder öffentliche Einrichtungen, Streik, Aussperrungen, staatlich verordneter Ausnahmezustand oder behördliche Maßnahmen, so ist PISTEL für die Dauer dieser Ereignisse zuzüglich einer angemessenen Anlaufzeit von der Pflicht zur rechtzeitigen Leistung entbunden. Falls die Störung länger als 2 Wochen andauert, können beide Parteien den Vertrag fristlos kündigen, ohne dass hierdurch Schadenersatzansprüche begründet werden.

6. PISTEL verpflichtet sich zur Einhaltung der Datenschutzbestimmungen des Webseiten-Betreibers

3. Vertragsabschluss / Vertragsdauer 

1. Die Kundin bestätigt, dass sie das 18. Lebensjahr vollendet hat, und dass sie uneingeschränkt geschäftsfähig ist.

2. Der Vertrag zwischen PISTEL und der Kundin kommt durch die Freischaltung der Kundin für einen Berater zustande. Erst mit Freischaltung wird der Berater für die Kundin sichtbar, und kann für kostenpflichtige Beratungen kontaktiert werden.

3. Der Vertrag kann jederzeit von beiden Seiten ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

4. PISTEL wird bei Kündigung die Kundendaten löschen, und ggfs. noch vorhandenes Guthaben an die Kundin zurückführen

4. Pflichten und Obliegenheiten der Kundin 

1. Die Kundin wird die Vertragsleistungen von PISTEL nur im Rahmen geltenden Rechts und nicht in missbräuchlicher Weise oder zur Vornahme rechtswidriger Handlungen nutzen.

2. Die Kundin unterrichtet PISTEL unverzüglich von jeglicher Inanspruchnahme Dritter aufgrund einer widerrechtlichen Nutzung des Systems.

3. Die Kundin verpflichtet sich, ihren Zugang zu den Diensten von PISTEL nicht an Dritte zu überlassen, soweit PISTEL dieser Überlassung nicht ausdrücklich zugestimmt hat.
Die Kundin haftet für jeglichen insoweit auftretenden Missbrauch.

4. Die Kundin hat nach Erteilung der Zugangsdaten deren Geheimhaltung und den ordnungsgemäßen Gebrauch sicherzustellen.

5. Die Kundin verpflichtet sich zu einer rechtmäßigen Benutzung der Dienste von PISTEL.
Sie versichert im Rahmen der Benutzung, keine strafrechtlich relevanten Inhalte zu verbreiten, sowie gegen sonstige Rechte Dritter (insbesondere gewerbliche Schutzrecht und Wettbewerbsrechte) zu verstoßen. Insbesondere untersagt ist die Verbreitung von illegalen Inhalten, z.B. Inhalte, die i.S.d. §184StGB zum Rasenhass aufstacheln, die Gewalt verherrlichen, Kinder oder Jugendliche sittlich schwer gefährden oder in ihrem Wohl beeinträchtigen, sowie Inhalte, die auf Angebote mit solchen Inhalten hinweisen.

6. Die Kundin verpflichtet sich, von PISTEL erhaltene Zugangscodes oder Pins geheim zu halten und bei Verlust umgehend zu ändern bzw. ändern zu lassen. Für anderenfalls entstehende Schäden haftet die Kundin.

7. Die Kundin stimmt zu, dass PISTEL dem Plattformbetreiber Zugriff auf Daten, die sich aus den Beratungsdienstleistungen ergeben (z.B: Statistikdaten), einräumt. Im Falle einer Accountlöschung muss der Plattformbetreiber prüfen können, ob noch Monatsabrechnungen durchzuführen sind.

5. Zustimmung zum Transfer der Kundendaten

Für den Fall, dass eine Beraterin, der die Kundin zugeordnet ist, ein eigenes Beraterportal von PISTEL installieren lässt, stimmt die Kundin zu, dass Ihre Zugangsdaten in dieses Beraterportal übernommen werden. Die Zugangsdaten bleiben weiterhin für die Beraterin nicht einsehbar. Die Adressdaten werden nur dann in das neue Portal übernommen, wenn die Kundin der Übernahme zustimmt.

 6. Abrechnung der Beratungsdienstleistungen 

Beratungsdienstleistungen der Berater werden entweder gegen Vorauskasse (Prepaid-Kontoaufladung) oder per kostenpflichtigen Premium-Servicerufnummern (0900) oder kostenpflichtigen Premium-SMS Kurzwahlnummern abgerechnet.

Auf der Plattform angezeigte Preise sind immer Endpreise.
Diese Endpreise bestimmt der Berater.
Auf der Plattform können sowohl umsatzsteuerpflichtige Berater ihre Dienste anbieten, als auch Berater, die gemäß §19 UstG der Kleinunternehmerregelung unterliegen.

Berater, die der Kleinunternehmerregelung unterliegen, erheben keine Umsatzsteuer und weisen diese daher auch nicht aus. Darauf wird im Beraterprofil ggfs. hingewiesen.

Wenn die Kundin eine kostenpflichtige 0900 Servicerufnummer oder eine Premium SMS Kurzwahlnummer in Anspruch nimmt, werden ihr die entstandenen Kosten mit der Rechnung
ihres Telefonnetzbetreibers in Rechnung gestellt.

Guthaben, das mittels Vorauskasse (Prepaid) von der Kundin generiert wurde,
kann von der Kundin für verschiedene Beratungsdienstleistungen der Berater verwendet werden. Die Kosten einer Beratung werden am Ende der Beratung vom (Prepaid-) Guthaben der Kundin abgebucht.

Die Kundin beauftragt PISTEL, die auf diese Weise gezahlten Gelder an den oder die Berater weiterzuleiten, jedoch nur in dem Umfang, wie sie für Beratungsleistungen des jeweiligen Beraters verwendet wurden.
Nicht verbrauchtes Guthaben verbleibt auf einem Zwischenkonto von PISTEL und kann von der Kundin zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch genommen, oder zurückverlangt werden. 

Durch die Inanspruchnahme telefonischer Beratungsdienstleistungen können Mehrkosten entstehen, die der Kundin zusätzlich zum angezeigten Beratertarif belastet werden.
Mehrkosten entstehen dann, wenn die Kundin nicht selbst die Rufnummer des Beraters wählt, sondern die Rückruffunktion nutzt.

Bei der Rückruffunktion („Call by Click“) wählt die Kundin nicht selbst, sondern sie löst den Anruf mit einem Maus-Klick aus. Das Telefoniesystem von PISTEL ruft in diesem Fall zunächst den Berater an, und stellt anschließend eine Verbindung zur Kundin her. Diese Verbindung zur Kundin verursacht zusätzliche Verbindungskosten. Der Anrufpreis pro Minute erhöht sich für die Kundin um diese Kosten. Diese Zusatzkosten werden der Kundin direkt von PISTEL berechnet, und nicht an den Berater weitergeleitet. Die Zusatzkosten können variieren, je nachdem, ob die Kundin ein Festnetz oder Mobiltelefon verwendet, bzw. je nachdem, ob die Kundin einen deutschen oder einen ausländischen Anschluss verwendet. Die Zusatzkosten werden am Ende der Webseite angezeigt.

Der Kundin steht ein Statistiktool zur Verfügung, aus dem Aufladungen des Guthabenkontos sowie Abbuchungen vom Guthabenkonto auf Grund von Beratungsdienstleitungen nachvollziehbar sind.

Bei Zweifel an der Richtigkeit des aktuellen Guthabenkontostands bzw. an der Richtigkeit der vom Guthabenkonto abgebuchten Beträge, kann die Kundin bis zum Ende des Folgemonats

Einspruch bei PISTEL einlegen. Sollten bis dahin keine Einwände der Kundin eingehen, gilt die Abrechnung als von der Kundin angenommen und endgültig.

7. Haftung und Gewährleistung: 

1. PISTEL gewährleistet die Erbringung ihrer Leistungen nach dem anerkannten und üblichen Stand der Technik und unter Einhaltung aller anwendbaren Sicherheitsvorschriften für den ordnungsgemäßen Betrieb des Telekommunikationsnetzes.

2. Eine Haftung von PISTEL für Sperrungen oder Ausfälle der Dienste des Providers bzw. der Service-Rufnummern (n), Internetdienste und/oder andere Dienste oder des Telefonnetzes ist ausgeschlossen.

3. Bei grober Fahrlässigkeit haftet PISTEL nach den gesetzlichen Vorschriften.

4. Bei gewöhnlicher und leichter Fahrlässigkeit haftet PISTEL nur, wenn sie eine wesentliche Vertragspflicht oder Kardinalpflicht verletzt hat. In diesen Fällen haftet PISTEL lediglich in Höhe des vernünftigerweise vorhersehbaren, vertragstypischen Schadens.

5. Die Haftung von PISTEL für Schäden der Kundin, die dieser dadurch entstehen, dass sie die vertragsgegenständlichen Leistungen ohne Zustimmung und Vollmacht von PISTEL an Dritte überlassen hat, ist ausgeschlossen.

6. Im Übrigen ist die Haftung von PISTEL ausgeschlossen.

7. Soweit die Haftung von PISTEL ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die Haftung der Angestellten, Arbeitnehmer, Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen von PISTEL.

8. Sämtliche Ansprüche der Kundin gegenüber PISTEL verjähren, soweit nicht zwingende gesetzliche Verjährungsfristen entgegenstehen, innerhalb von 12 Monaten ab dem Zeitpunkt, in dem Anspruch entstanden ist und die Kundin Kenntnis von den anspruchsbegründenden Umständen oder grober Fahrlässigkeit erlangt hat.

8. Änderung der AGB

1. PISTEL ist berechtigt, diese AGB zu ändern, soweit das Geschäftsmodell dies erfordert oder soweit inhaltliche Korrekturen oder Erweiterungen notwendig sind oder soweit es zur Anpassung an veränderte gesetzliche oder technische Rahmenbedingungen notwendig ist.

2. PISTEL wird die Kundin ausdrücklich auf die entsprechenden Änderungen hinweisen. Die Kundin kann den geänderten AGB innerhalb einer Frist von vier Wochen widersprechen. Auf dieses Widerspruchsrecht weist PISTEL die Kundin ausdrücklich bei jedem Hinweis auf Änderungen hin. Widerspricht die Kundin der Änderung nicht innerhalb der Frist, gelten die neuen AGB mit dem Tag des Fristablaufs.

9. Sonstige Bestimmungen

1. Diese AGB unterliegen ausschließlich deutschem Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts-Übereinkommens (CISG).

2. Gerichtsstand für alle mit dem Vertrag und diesen AGB im Zusammenhang stehenden Streitigkeiten, einschließlich über deren Wirksamkeit, ist der Geschäftssitz von PISTEL

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